Büroflächenumsatz kräftig gestiegen

Der Berliner Büroflächenmarkt hat ein lebendiges Jahr hinter sich. Nach einer Bilanz des Immobilienunternehmens Aengevelt stieg der Büroflächenumsatz (inkl. Eigennutzer) 2010 auf rund 503.000 Quadratmeter. Dies entspreche einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 20 Prozent und übertreffe auch den Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von rund 472.000 Quadratmetern, hieß es in einer Mitteilung. Im deutschen Vergleich seien nur in München mehr Büroflächen umgesetzt worden (600.000 Quadratmeter); hinter Berlin folgten Hamburg und Frankfurt a. M. mit 485.000 bzw. 475.000 Quadratmetern.

Allein auf das Gebiet der City-Ost, zu der unter anderem der Potsdamer Platz und der Alexanderplatz gehören, entfielen 2010 mit circa 217.000 Quadratmetern 43 Prozent aller Berliner Flächenumsätze, während in der City-West nur rund 36.000 Quadratmeter umgesetzt wurden, was sieben Prozent des Marktes entsprach.

Für das Jahr 2011 prognostiziert Aengevelt einen ähnlich hohen Büroflächenumsatz von rund 485.000 Quadratmetern. Gestützt wird dies unter anderem durch die Erwartung, dass eine Reihe international agierender Unternehmen ihr Engagement in der Bundeshauptstadt im Zuge des Flughafenausbaus stärken bzw. starten werden. Bei einem relativ geringen Umfang spekulativ errichteter Neubauflächen erwartet Aengevelt einen moderaten Abbau der Büroleerstände und steigende Mieten insbesondere in den guten und sehr guten Bürolagen mit allmählichen Angebotsverknappungen zumindest für spezifische Mietgrößen- und Nutzeransprüche.