Regionale Bauwirtschaft erwartet gleichbleibende Umsätze

Die Bauwirtschaft in Berlin und Brandenburg hat 2010 ungeachtet der Konjunkturpakete ein sehr durchwachsenes Jahr erlebt und rechnet in diesem Jahr mit größeren Einschnitten im Straßen- wie im öffentlichen Bau insgesamt. Über alle Sparten gerechnet erwartet der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg 2011 baugewerbliche Umsätze auf Vorjahresniveau.

Nach Einschätzung von Axel Wunschel, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Berlin-Brandenburg, ist das Bauhauptgewerbe im vergangenen Jahr in der Region weniger beschädigt durch die Krise gekommen als erwartet. Seinen Angaben zufolge lag der baugewerbliche Umsatz 2010 mit 5,687 Milliarden Euro insgesamt um 4,4 Prozent höher als 2009 und der Auftragseingang mit 3,4 Milliarden Euro um 8,3 Prozent höher. Die Zahl der gewerblichen Arbeitnehmer sei im Jahresdurchschnitt um 34.000 gestiegen (3,7 Prozent).

„Die Bilanz zeigt deutlich, dass die Konjunkturpakete des Bundes für das Bauhauptgewerbe nur eine sehr marginale Bedeutung entfaltet haben“, betonte Wunschel. Die Umsätze seien im öffentlichen Bau lediglich um 1,8 Prozent gestiegen.

Besser als erwartet haben sich Wunschel zufolge 2010 der Wohnungsbau und der Wirtschaftsbau in der Region entwickelt. Beide Sparten hätten die Einbrüche aus der Zeit der schweren Wirtschaftskrise wieder so gut wie wett gemacht. Vor allem im Wohnungsbau erwartet der Bauindustrieverband Berlin-Brandenburg 2011 weiterhin eine positive Entwicklung. Insgesamt gehe man aber bei den baugewerblichen Umsätzen übers Jahr von einer schwarzen Null aus.